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Employee Journey

Fehlzeiten im Griff: Wie Du Krankheitswellen im Unternehmen smarter managest

Fehlzeiten lassen sich nicht verhindern – aber professionell steuern. In diesem Beitrag erfährst Du, wie ein modernes Fehlzeitenmanagement funktioniert, welche Rolle Führung und Kultur spielen und wie digitale Lösungen dabei helfen, Gesundheit, Effizienz und Planbarkeit im Unternehmen zu verbessern.
Veröffentlich am
14.1.2026
Mitarbeiterin arbeitet am Computer

Einführung in das Fehlzeitenmanagement

Krankheitswellen sind für Unternehmen jedes Jahr aufs Neue eine Herausforderung. Sobald die Temperaturen sinken oder saisonale Infekte umgehen, steigt die Zahl der Krankmeldungen spürbar an.

Für HR bedeutet das erhöhte Koordination, zusätzliche Kommunikation und oft auch das Management von Unsicherheiten, wenn mehrere Mitarbeitende gleichzeitig ausfallen. Fehlzeiten lassen sich nicht vollständig verhindern, doch durch strukturiertes Fehlzeitenmanagement kannst Du dafür sorgen, dass Dein Unternehmen resilient bleibt.

Ein professionelles Fehlzeitenmanagement schafft Transparenz über Abwesenheiten, erleichtert die Planung und ermöglicht es, frühzeitig auf Entwicklungen zu reagieren. Es ersetzt reaktives Handeln durch proaktive Steuerung. Digitale Systeme wie Personio unterstützen dabei, administrative Prozesse zu automatisieren, während gleichzeitig Daten entstehen, die Aufschluss über Belastungen und Risiken geben. So verbindet modernes Fehlzeitenmanagement operative Effizienz mit strategischem Mehrwert.

Gleichzeitig trägt ein gutes Fehlzeitenmanagement zur Mitarbeiterzufriedenheit bei. Wenn Prozesse klar sind und Mitarbeitende wissen, wie sie sich im Krankheitsfall verhalten sollen, sorgt das für Sicherheit und Vertrauen. Das wiederum wirkt sich positiv auf die Unternehmenskultur aus. Denn eine Kultur, die Gesundheit ernst nimmt, ist ein entscheidender Faktor dafür, dass Menschen gerne bleiben und ihr volles Potenzial einbringen können.

Bedeutung und Ziele des Fehlzeitenmanagements

Das Fehlzeitenmanagement verfolgt mehrere zentrale Ziele, die weit über die reine Dokumentation von Krankmeldungen hinausgehen. Ein wichtiger Aspekt ist die Schaffung einer verlässlichen Datengrundlage. Erst wenn Du weißt, wie häufig Fehlzeiten auftreten, in welchen Bereichen sie sich häufen und welche Muster sich abzeichnen, kannst Du fundierte Entscheidungen treffen. Häufen sich Fehlzeiten etwa in bestimmten Teams, weisen sie möglicherweise auf Überlastung oder strukturelle Probleme hin.

Ein weiteres Ziel ist die Risikominimierung. Krankheitswellen können erhebliche wirtschaftliche und organisatorische Schäden verursachen. Projekte verzögern sich, Kunden müssen länger warten und die Arbeitslast für die verbliebenden Mitarbeitenden steigt. Ein gutes Fehlzeitenmanagement hilft Dir, diese Risiken zu reduzieren, indem Du frühzeitig gegensteuern kannst – zum Beispiel durch flexible Ressourceneinsätze oder Vertretungsregeln.

Ein dritter wesentlicher Aspekt ist die Förderung der Gesundheit. Wenn Unternehmen Belastungen erkennen und präventive Maßnahmen ergreifen, sinken Fehlzeiten langfristig. Das führt nicht nur zu höherer Produktivität, sondern auch zu einer stärkeren Mitarbeiterbindung. Mitarbeitende fühlen sich ernst genommen, wenn sie sehen, dass ihr Wohlbefinden im Fokus steht.

Die wichtigsten Ziele lassen sich daher wie folgt zusammenfassen:

  • Transparenz über Fehlzeiten schaffen und Muster erkennen
  • Risiken für Teams und den Geschäftsbetrieb reduzieren
  • Gesundheit und Wohlbefinden stärken
  • Führungskräfte befähigen, Belastungen frühzeitig zu erkennen
  • Prozesse standardisieren und HR entlasten

Damit wird deutlich: Fehlzeitenmanagement ist ein strategisches Instrument zur Unternehmenssteuerung.

Ursachen von Fehlzeiten

Fehlzeiten entstehen selten durch Zufall. Sie sind das Ergebnis von gesundheitlichen, psychischen und organisatorischen Faktoren, die sich gegenseitig beeinflussen. Die klassischen Ursachen sind saisonale Infekte, Grippewellen und akute Erkrankungen. Diese lassen sich meist nur bedingt verhindern, doch ihre Auswirkungen können durch gute Planung abgefedert werden.

Ein zunehmend wichtigerer Faktor sind psychische Belastungen. Stress, Zeitdruck, ständige Erreichbarkeit oder ein schlechtes Teamklima führen dazu, dass Mitarbeitende langfristig ausfallen. Oft kündigen sich solche Belastungen früh an – durch sinkende Motivation, häufigere Kurzzeiterkrankungen oder eine allgemein niedrigere Belastbarkeit. Hier braucht es aufmerksame Führungskräfte, die frühzeitig das Gespräch suchen.

Auch strukturelle Ursachen spielen eine Rolle. Dazu gehören unklare Rollen, fehlende Prozesse oder unrealistische Zielsetzungen. Wenn Mitarbeitende dauerhaft das Gefühl haben, den Anforderungen nicht gerecht werden zu können, steigt das Risiko für Fehlzeiten erheblich. Ebenso problematisch sind fehlende Vertretungsregelungen: Wer weiß, dass im Krankheitsfall die Arbeit unbearbeitet liegen bleibt, wird sich häufig weniger trauen, sich krankzumelden.

Typische Ursachen im Überblick:

  • Saisonale Erkrankungen und Infektionswellen
  • Psychische Belastungen, Stress und Überforderung
  • Chronische gesundheitliche Beschwerden
  • Ungünstige ergonomische Bedingungen
  • Konflikte oder Kommunikationsprobleme im Team
  • Unklare Prozesse oder fehlende Strukturen
  • Dauerhafte Arbeitsüberlastung

Je besser Du diese Ursachen kennst, desto gezielter kannst Du Maßnahmen entwickeln, um Fehlzeiten zu reduzieren.

Maßnahmen zur Reduzierung von Fehlzeiten

Maßnahmen zur Fehlzeitenreduktion müssen auf mehreren Ebenen ansetzen – präventiv, organisatorisch und kulturell. Ein zentraler Baustein ist ein klarer und einfach verständlicher Prozess für Krankmeldungen. Mitarbeitende sollten genau wissen, wie sie sich melden, wie Daten erfasst werden und welche Schritte danach folgen. Dies schafft Sicherheit und verhindert unnötige Rückfragen oder Verzögerungen.

Digitale Tools wie Personio erleichtern diesen Prozess erheblich. Krankmeldungen können digital eingereicht, eAUs abgerufen und Abwesenheiten übersichtlich dargestellt werden. HR gewinnt dadurch Zeit und Transparenz und Mitarbeitende profitieren von klaren Abläufen.

Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Gesundheitsförderung. Dazu gehören ergonomische Arbeitsplätze, aber auch Angebot für mentale Gesundheit, Bewegung und Stressbewältigung. Unternehmen, die aktiv in die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden investieren, verzeichnen langfristig niedrigere Fehlzeiten und höhere Zufriedenheit.

Auch die Führung spielt eine entscheidende Rolle. Führungskräfte sollten lernen, Warnsignale zu erkennen und offen mit Belastungen umzugehen. Oft hilft ein frühzeitiges Gespräch, bevor eine Situation eskaliert. Darüber hinaus müssen Ressourcen realistisch geplant werden. Wenn Teams dauerhaft überlastet sind, steigt das Risiko für Krankheitsausfälle automatisch.

Maßnahmen zur Reduzierung von Fehlzeiten umfassen daher:

  • Klare Prozesse für Krankmeldungen und Rückkehrgespräche
  • Digitale Abwesenheitsverwaltung für mehr Transparenz
  • Ergonomische und gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen
  • Präventionsangebote für körperliche und psychische Gesundheit
  • Offene Kommunikation zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden
  • Klare Vertretungsregelungen und realistische Arbeitsplanung

Je integrierter diese Maßnahmen umgesetzt werden, desto nachhaltiger wirkt Fehlzeitenmanagement.

Gesetzliche Grundlagen und Regelungen

Damit Fehlzeitenmanagement rechtssicher funktioniert, müssen verschiedene gesetzliche Anforderungen erfüllt werden. Die wichtigste Neuerung der letzten Jahre ist die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU). Unternehmen sind verpflichtet, die Daten digital bei den Krankenkassen abzurufen. Eine moderne HR-Software nutzt hierfür automatisierte Prozesse, sodass Fehler reduziert und Abläufe beschleunigt werden.

Das Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) regelt, in welchen Fällen und für welchen Zeitraum der Arbeitgeber im Krankheitsfall zur Lohnfortzahlung verpflichtet ist. HR muss diese gesetzlichen Vorgaben nicht nur kennen, sondern auch sauber dokumentieren. Versäumte Fristen oder fehlende Nachweise können schnell zu Problemen führen.

Darüber hinaus spielt das Thema Datenschutz eine große Rolle. Gesundheitsdaten gehören zu den sensibelsten personenbezogenen Daten und unterliegen strengen Schutzmaßnahmen. Unternehmen müssen sicherstellen, dass diese Daten nur von berechtigten Personen eingesehen und verarbeitet werden. Digitale Systeme erleichtern diese Anforderung, indem sie Rollen- und Berechtigungsstrukturen klar definieren.

Ein rechtssicheres Fehlzeitenmanagement schützt nicht nur das Unternehmen, sondern stärkt auch das Vertrauen der Mitarbeitenden in den Umgang mit ihren Daten.

Umsetzung des Fehlzeitenmanagements in Unternehmen

Die erfolgreiche Umsetzung eines Fehlzeitenmanagements beginnt mit einer ehrlichen Analyse. Wo stehen wir aktuell? Welche Teams sind besonders belastet? Welche Fehler treten im bestehenden Prozess regelmäßig auf? Ohne ein klares Verständnis der Ausgangssituation ist jede Maßnahme nur ein „Symptombehandler“.

Auf Basis dieser Analyse können Prozesse definiert werden, die klar, verständlich und effizient sind. Dazu gehört nicht nur der Ablauf der Krankmeldung, sondern auch die Kommunikation, die Dokumentation und die Rückkehr ins Unternehmen. Digitale Tools automatisieren diese Abläufe, reduzieren Fehler und schaffen Transparenz für alle Beteiligten.

Ein weiterer zentraler Schritt ist die Schulung von Führungskräften. Sie müssen wissen, wie sie im Krankheitsfall richtig reagieren, wie sie sensibel kommunizieren und wie sie Belastungssituationen frühzeitig erkennen. Gute Führung ist einer der wichtigsten Einflussfaktoren auf Fehlzeiten.

Abschließend braucht es eine kontinuierliche Erfolgskontrolle. Fehlzeitenmanagement ist kein Projekt, das irgendwann abgeschlossen ist. Es muss immer wieder überprüft werden: Wirken die Maßnahmen? Haben sich neue Herausforderungen ergeben? Müssen Prozesse angepasst werden? Kontinuierliche Optimierung stellt sicher, dass Maßnahmen langfristig erfolgreich bleiben.

Erfolgsfaktoren für ein effektives Fehlzeitenmanagement

Die wichtigsten Erfolgsfaktoren lassen sich in drei Bereiche einordnen: Transparenz, Kultur und digitale Unterstützung. Transparenz bedeutet, dass HR und Führungskräfte die relevanten Daten kennen und verstehen. Nur so lassen sich Entwicklungen frühzeitig erkennen. Eine gesundheitsorientierte Kultur entsteht, wenn Führungskräfte offen kommunizieren, Belastungen ernst nehmen und Mitarbeitende sich sicher fühlen, offen über ihr Situation zu sprechen.

Digitale Systeme sind der dritte Erfolgsfaktor. Sie schaffen nicht nur Übersicht, sondern erleichtern HR die Arbeit und ermöglichen datenbasierte Entscheidungen. Wenn Prozesse automatisiert werden, werden Fehler reduziert und Zeit für strategische Aufgaben frei.

Erfolgreiches Fehlzeitenmanagement ist also eine Mischung aus Struktur, Empathie und intelligenter Technologie. Unternehmen, die alle drei Kompetenzen vereinen, sind besser aufgestellt – nicht nur für Krankheitswellen, sondern für die langfristige Gesundheit und Leistungsfähigkeit ihrer Belegschaft.

Fazit: Fehlzeiten im Griff behalten

Ein wirksames Fehlzeitenmanagement ist weit mehr als die strukutierte Erfassung von Krankmeldungen. Es ist ein zentraler Bestandteil moderner Personalarbeit und entscheidet darüber, wie belastbar und gesund ein Unternehmen wirklich ist. Wer Ursachen versteht, präventiv handelt und auf digitale Unterstützung setzt, schafft Grundlage für stabile Prozesse – gerade dann, wenn Krankheitswellen das Unternehmen herausfordern. Gleichzeitig stärkt ein professioneller Umgang mit Fehlzeiten das Vertrauen der Mitarbeitenden und fördert eine Kultur, in der Gesundheit und Transparenz selbstverständlich sind.

Unternehmen, die klare Prozesse etablieren, Führungskräfte einbeziehen und kontinuierlich an ihrer Gesundheitskultur arbeiten, profitieren nicht nur von weniger Ausfällen, sondern auch von höherer Zufriedenheit und Motivation im Team. Mit den richtigen Tools und einer klaren Strategie lässt sich Fehlzeitenmanagement effizient umsetzen und dauerhaft verbessern.

Wenn Du Dein Fehlzeitenmanagement weiter professionalisieren oder Prozesse entlang der Employee Journey optimieren möchtest, unterstützen wir Dich bei runHR gerne mit Expertise, Best Practices und der passenden digitalen Lösung.

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